Seit letzter Woche sind auf unserer umgebauten und neu gestalteten Murmeltieranlage zusätzlich Schneehasen zu sehen. Wie in der Natur teilen sich diese Tierarten teilweise den gleichen Lebensraum. Die Murmeltiere leben größtenteils unterirdisch in ihren selbstgegrabenen Bauten und halten regelmäßig Ausschau, wo hingegen die Schneehasen sich vorwiegend im hohen Gras oder in Büschen verstecken. Der Schneehase hat im Sommer ein größtenteils grau-braunes Fell, welches sich im Winter zur Tarnung im Schnee fast komplett weiß färbt. Da unsere Murmeltieranlage nun komplett übernetzt wurde, wird demnächst noch ein weiteres alpines und fliegendes Tier mit auf die Anlage ziehen. Also lassen Sie sich überraschen und schauen doch mal wieder vorbei. Hier können Sie weitere Fotos der neuen Anlage und der Schneehasen sehen:
Kongo-Graupapagei
Psittacus erithacus erithacus
Verwandtschaft: Vögel > Papageien > Eigentliche Papageien > Graupapageien
Verbreitung: Zentralafrika. Sie leben in den Wäldern des Flachlandes, in baumbestandenen Savannen und Mangroven.
Nahrung: Früchte, Beeren, Blüten, Samen
Feinde: Greifvögel und Schlangen
Lebensweise: Allabendlich sammeln sich riesige Schwärme von Graupapageien an Rast- und Schlafplätzen. Morgens fliegen sie in kleinen Gruppen in den Regenwald oder in Palmenplantagen, um am Abend mit lauten Pfiffen und Kreischen zurückzukehren
Wissenswert: Graupapageien sind nicht zuletzt wegen ihrer Sprachbegabung beliebte Hausgenossen. Die geselligen Tiere sollten viel Zuwendung bekommen, ansonsten können sie „neurotische“ Verhaltensweisen zeigen. Unsere Graupapageien teilen sich eine Voliere mit Schwarzköpfchen.
Steckbrief: Lebensdauer: 50 Jahre. Graupapageien brüten in lockeren Kolonien, jedes Paar in einem eigenen Baum. Die 2-4 Eier werden in der Höhle vom Weibchen bebrütet, das Männchen beteiligt sich an der Fütterung der Jungen
Schutz: Washingtoner Artenschutzübereinkommen [WA] Anhang: II; EG-Verordnung 1320/2014 [EG]
Anhang: B; streng bzw. besonders geschützt nach BNatSchG [BG] Status: b
Indianer-Zierschildkröte (Westliche Zierschildkröte)
Chrysemys picta bellii
Verwandtschaft: Reptilien > Schildkröten > Neuwelt-Schildkröten > Zierschildkröten
Verbreitung: USA, südöstliches Kanada. Zierschildkröten bevorzugen stehende und langsam fließende Gewässer mit üppiger Vegetation. Sogar in Brack– und Abwasser-Teichen sind sie zu finden.
Nahrung: Tierische und pflanzliche Kost
Wissenswert: Die Westliche Zierschildkröte ist die größte der vier Unterarten. Den zweiten Namen erhielt sie aufgrund Ihrer bunten Bauchpanzerzeichnung. Diese tagaktiven Schildkröten nehmen auf im Wasser liegenden Baumstämmen gerne Sonnenbäder. Oft liegen sie zu mehreren übereinander. Als ausgezeichnete Schwimmer besitzen sie einen ausgeprägten Bewegungsdrang im Wasser.
Steckbrief: Bei Weibchen kann der Rückenpanzer bis zu 20 cm lang werden. Männchen bleiben meist kleiner und haben verlängerte Vorderkrallen. Je nach Verbreitungsgebiet und Unterart halten sie eine kurze oder längere Winterruhe unter Wasser.
Schutz: EG-Verordnung 1320/2014 [EG] Anhang: B; streng bzw. besonders geschützt nach BNatSchG [BG] Status: b
Schnappschildkröte
Chelydra serpentina
Verwandtschaft: Reptilien > Schildkröten > Alligatorschildkröten > Schnappschildkröte
Verbreitung: Vom Süden Kanadas bis zum Nordwesten Südamerikas. Bewohnt Seen, Sümpfe sowie Flüsse mit geringer Strömung, die einen schlammigen Boden und eine dichte Vegetation aufweisen.
Nahrung: Muscheln, Schnecken, Fische, kleinere Wasservögel und Schildkröten
Wissenswert: Jahrelang hat unser 90 cm langes Männchen „Schnappi“ friedlich in einem Teich auf dem Friedhof in Hannover-Stöcken gelebt. Durch kleinere Ausflüge, die häufig durch die Polizei beendet wurden, sorgte er für Aufsehen. Seit April 2003 lebt er im Zoo Braunschweig. Da Schnappschildkröten häufig ausgesetzt worden waren, wurden der Handel und die Haltung verboten.
Steckbrief:
Alter: bis 80 Jahre
Panzerlänge: bis 50cm
Gewicht: bis 40 kg
Gelege: 20 bis 50 Eier von Mai bis Oktober
Brutdauer: 55 bis 125 Tage
Schlüpfling: 24 bis 30 mm
Nachwuchs bei Hector und Helena
Bei unseren beiden kleinen Weißbüscheläffchen Hector und Helena gab es am 04.05.2015 Nachwuchs. Unser Hector, der bei uns um Ostern 2014 auf dem Zoo-Parkplatz von einer unbekannten Person ausgesetzt wurde, macht sich als Affenvater großartig und trägt die Zwillinge jederzeit umher. Krallenaffen, zu denen auch die Weißbüschelaffen gehören, bekommen meist Zwillinge. Diese können nur versorgt werden, wenn der Vater bei der Pflege der Jungen hilft. So übernehmen er und auch ältere Geschwister das Tragen der Jungtiere. Hier können Sie weitere Fotos sehen: Continue reading “Nachwuchs bei Hector und Helena”
Grüner Leguan
Iguana iguana
Verwandtschaft: Reptilien > Schuppenechsen > Schuppenkriechtiere > Leguane
Verbreitung: Mittel- und Südamerika von Mexiko bis ins südliche Brasilien. Der bevorzugte Lebensraum des Grünen Leguans ist der Wald des Tieflandes, meist in der Nähe von Bächen, Flüssen und Seen.
Nahrung: vegetarisch: v. a. Blätter, auch Früchte
Feinde: Schlangen und Raubkatzen. Die Eier werden von Nesträubern und auch von Menschen gern verzehrt. Als Baumbewohner sind Grüne Leguane durch ihre Färbung gut getarnt ist.
Wissenswert: 1844 gelangten die ersten Grünen Leguane in den Zoologischen Garten Berlin. Seit Jahrzehnten gehört diese Art zu den am häufigsten im Terrarium gepflegten Reptilien
Steckbrief:
Gesamtlänge:
Männchen: 120-140 (-230) cm
Weibchen: 90-110 cm
Gewicht: Männchen bis 10 kg
Bis 80 Eier in selbst-gegrabener Erdhöhle
Brutdauer: 65-115 Tage
Schutz: Washingtoner Artenschutzübereinkommen [WA] Anhang: II; EG-Verordnung 750/2013 [EG] Anhang: B; streng bzw. besonders geschützt nach BNatSchG [BG] Status: b
Neue Wegweiser im Zoo
(Meldung vom 29.06.2015)
Verteilt im Zoo wurden neue Hinweisschilder zur Orientierung angebaut. Diese Wegweiser wurden eigens für uns von einer Künstlerin gestaltet und angefertigt und sollen nun durch unseren kleinen Zoo eine grobe Orientierung für unsere Besucher bieten. Wir hoffen, dass diese Schilder Ihnen auch so gut gefallen wie uns. Hier sehen Sie weitere Fotos von den Wegweisern: Continue reading “Neue Wegweiser im Zoo”
Straußwachtel

Rollulus rouloul
Verwandtschaft: Vögel > Hühnervögel > Fasanenartige > Straußwachteln
Verbreitung: Südostasien. Dichter tropischer Regenwald, Bambushaine, Lichtungen mit Buschwerk. Kommt im Tiefland und in Regionen bis 1550 m Höhe über NN vor.
Nahrung: Früchte, Samen und Insekten
Feinde: Greifvögel, Schlangen und Raubsäuger

Lebensweise: Sie sind tagaktiv und leben in kleinen Gruppen am Waldboden. Bei Gefahr oder anderen Störungen laufen sie fort, wenn nötig, flattern sie auch eine kurze Strecke in allen Richtungen davon. Der Gesang der Straußwachteln klingt wie „si-jul“.
Wissenswert: Das Nest wird halbkugelförmig in den Boden gescharrt, mit Falllaub begrenzt und dann ganz unter Falllaub versteckt. Dieses Kuppelnest wird so angelegt, dass es das grün gefiederte Weibchen sehr gut tarnt.
Steckbrief: Lebensdauer: ca. 5 Jahre; Größe: 25 bis 27 cm; Gewicht: 150 bis 190g; Gelege: 5 bis 6 Eier; Brutdauer: 18 Tage (nach 25 bis 30 Tagen des Schlupfes sind die Jungvögel selbstständig)
Markantes Zeichen des Männchens (oberes Bild) ist der rote Schopf auf dem Hinterkopf, der aus borstigen roten bis rotbraunen Federn besteht.
Gefährdung: nach IUCN potenziell gefährdet
Rotohrbülbül
Pycnonotus jocosus
Verwandtschaft: Vögel > Sperlingsvögel > Bülbüls > Echte Bülbüls
Verbreitung: Rotohrbülbüls bewohnen das tropische Asien von Indien bis Südostasien und China.
Ernährung: Früchte und Insekten
Aussehen: Männchen und Weibchen des Rotohrbülbüls sind gleich gefärbt. Seine kesse Haube ist, wie die obere Gesichtshälfte, der Nacken und sein mehr oder weniger vollständiges Brustband, schwarz gefärbt
Wissenswert: Er hat einen angenehm flötenden, fröhlichen und abwechslungsreichen Gesang. Den lässt das Männchen gerne vom höchsten Baum oder Busch hören. Um sein Revier abzustecken, wechselt es seine Singwarten
Steckbrief: Körperlänge: ca. 20 cm; Höchstalter: 8—16 Jahre; Gewicht: 25 –31 g; Gelege: 3—4 Eier; Brutzeit: ca. 12 Tage; Flügge: mit ca. 14 Tagen; Bis 4 Wochen nach Schlupf bei den Eltern
Hauskaninchen
Oryctolagus cuniculus f. domesticus
Verwandtschaft: Säugetiere > Hasenartige > Hasen > Wildkaninchen
Verbreitung: Ursprung des Europäischen Wildkaninchens in Spanien und Südfrankreich. Bereits in der Antike Verschleppung nach Italien, Mitteleuropa und auf die britischen Inseln. Heute weltweit. Im 18. und 19. Jahrhundert Exporte des Wildkaninchens nach Neuseeland, Australien und Nord– und Südamerika sowie Südafrika.
Ernährung: Blätter, Blüten, Gräser, Samen, Kräuter, Heu, Obst, Gemüse
Domestikation: Alle Hauskaninchen stammen vom Europ. Wildkaninchen ab. Schon die Römer hielten Kaninchen zur Jagd in großen Freianlagen. Die eigentliche Domestikation erfolgte im Mittelalter, als Mönche Kaninchen in Käfigen hielten und sie in der Fastenzeit aßen, da sie Kaninchen zur „fleischlosen Kost“ zählten. Im 16. Jhdt. gab es bereits verschiedene Rassen.
Lebensweise: Kaninchen leben in Kolonien, die gemeinsame Wohnbaue graben. Innerhalb der Kolonie gibt es Rangordnungen. Rangniedere Häsinnen gebären in Setzröhren.
Steckbrief: Lebensdauer: -12 Jahre; Gewicht: 0,7 – 8 kg; Tragzeit: 28-31 Tage; Wurfgröße: -15 Junge; Säugezeit: ca. 30 Tage










